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Ein ganzes Waffenarsenal hat die
Polizei am Mittwochabend bei einer Berliner Rockergang
entdeckt. Beamte durchsuchten das Clubhaus des Motorrad-Clubs
Memento Mori (Gedenke des Todes!) in der Attilastraße in
Tempelhof sowie das frühere Clubhaus in der Albrechtstraße
in Steglitz und in ganz Berlin 20 Wohnungen von Männern,
von denen angenommen wird, dass sie mit Waffen- und
Drogenhandel zu tun haben.
Die Polizisten stellten unter
anderem eine Maschinenpistole, eine Pumpgun, eine Pistole,
Teile eines Gewehres und mehrere hundert Schuss Munition
sicher. Auch verbotene Hieb- und Stichwaffen nahmen sie
mit, darunter eine Machete. Beschlagnahmt wurden auch 600
Gramm Cannabis und mehrere tausend Euro, die vermutlich
aus Rauschgift- und Waffengeschäften stammen.
Gegen den MC Memento Mori
ermitteln das Landes- und das Bundeskriminalamt schon seit
mehr als einem halben Jahr. Laut Polizei ist der Club ein
Ableger der berüchtigten Berliner Rocker-Gruppe Born to
be wild.
Auf die Rocker waren die Ermittler
gekommen, nachdem die Polizei voriges Jahr einen mutmaßlichen
Doppelmörder gefasst hatte, der die Rentnerinnen Emma
Funk aus Tempelhof und Ilse Hampel aus Prenzlauer Berg
umgebracht hatte. Der 21-jährige Arbeitslose erzählte
der Polizei, er habe seine Tatwaffe, eine Pistole von dem
damaligen 39-jährigen Präsidenten des Rockerclubs
erhalten. Er und seine Clubfreunde von Memento Mori sind
der Polizei schon seit langem bekannt. Bereits 1999 fanden
Beamte bei der Gang eine Handgranate, Pistolen, eine
Schrotflinte und mehrere Handfeuerwaffen sowie 1,8
Kilogramm Schwarzpulver. Dafür wurde der Chef der Gang zu
mehreren Jahren Haft verurteilt. Inzwischen ist er wieder
frei, eher er bei der Razzia am Mittwoch erneut
festgenommen wurde.
Handschellen wurden nicht nur dem
Ex-Präsidenten angelegt. Auch dessen Bekannter, ein 44-jähriger
Mann aus Steglitz, wurde gestern einem Richter zum Erlass
eines Haftbefehls vorgeführt. Bei der Razzia nahm die
Polizei auch zwei Brüder aus Steglitz fest, die dem MC In
Omnia Paratus angehören, der ebenfalls dem Umfeld von
Born to be wild zugerechnet wird. Bei ihnen wurden
ebenfalls Waffen und Drogen gefunden. (kop.)
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