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Freitag 13. Mai 2004, 13:34
Uhr
Umfrage: Österreicher sehen EU-Erweiterung als BedrohungWien (Reuters) - Die Erweiterung der Europäischen Union (EU) ist einer Umfrage zufolge für mehr als die Hälfte der Österreicher ein Grund zur Sorge. Befürchtet werde in erster Linie eine verstärkte Zuwanderung billiger osteuropäischer Arbeitskräfte, teilte das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS am Freitag mit. Die Österreicher erfülle es auch mit Unbehagen, dass ihr kleines Land bei wichtigen Entscheidungen in einer größeren EU unter die Räder kommen könne. 53 Prozent der Befragten meinten, dass künftig nur große Länder wie Frankreich und Deutschland in der EU das Sagen haben würden. Zu den geäußerten Befürchtungen zähle auch, dass es innerhalb der großen Mitgliedsstaaten einen ständigen Zwist um die Führungsrolle in der EU geben werde, hieß es in dem Bericht. Erst nach vielen skeptischen Einschätzungen wurden von 41 Prozent der Österreicher die erhöhten Exportchancen durch die Erweiterung genannt. Kaum ein Drittel vertrat allerdings die Auffassung, dass alle Mitgliedsländer von der Vergrößerung der EU profitieren würden. Zu den zehn Länder, die im nächsten Jahr aufgenommen werden, gehören auch die vier österreichischen Nachbarstaaten Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien. Ein besseres Verständnis zwischen den europäischen Staaten werde sich nach Ansicht vieler Österreicher durch die Erweiterung jedoch kaum einstellen. 38 Prozent der Befragten sagten, die Europäer seien zu unterschiedlich, um zusammenwachsen zu können. |
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